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Bücher im Wind - Bücher bilden Brücken  

 Wie alles begann

Das erfolgreiche Projekt „Bücher im Wind“, eine Initiative der Künstlerin Tanja Leonhard und Bärbel Armknecht vom Verein KultA – Kultur im Austausch, durchgeführt an der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Rodgau im Jahre 2006/2007 und präsentiert in Seligenstadt am Main sollte als das erste europäische Literaturkunstprojekt seine Fortsetzung finden.

An der Stauffenberg-Schule in Rodgau:

Hierbei erarbeitete sich eine Oberstufenklasse sechs Seidenbuch-Objekte, welche die Schüler mit selbstgeschnittenen Druckbuchstaben oder aber mittels Kalligrafie mit Texten versahen, über die sie sich zuvor mit einem Professor für Literatur auseinander gesetzt hatten. Die über zwei Meter großen Buchobjekte wurden im Rahmen eines Literaturfestes, bei dem die Schüler die Texte selbst rezitierten, auf dem Seeligenstädter Marktplatz der Öffentlichkeit präsentiert. 

 

                      
  Theoretische Vorbereitung   Textauswahl   Praktisches Arbeiten   Installation in Seligenstadt     Die Idee

eine Video-DVD zum Projekt senden wir Ihnen gerne zu.

Ausführliche Beschreibung des Projekts finden Sie unter Seligenstadt. 

Einige der teilnehmenden Schüler haben KultA im Juni/Juli 2008 nach Schärding/Österreich begleiten, wo am Bundesgymnasium dieses Projekt mit österreichischer Literatur zu einer weiteren Durchführung kam. Die in Rodgau entstandenen Bücher wehten bei der Abschlussveranstaltung ebenfalls rund um den berühmten barocken Markt von Schärding  und kündeten von hessischer Kultur. Mehr dazu finden Sie unter Schärding.

 

Eine weitere Station der „Bücher bilden Brücken“ ist für August 2008 in Ditzenbach an der Georg Kerschensteiner Schule, Obertshausen, mit türkischer Literatur geplant, passend zum Gastland der diesjährigen Buchmesse. Hierzu konnte das Integrationsbüro Kreis Offenbach, Leiterin Frau S.Erol, gewonnen werden, welches das Projekt begeistert unterstützt und nachhaltig betreuen möchte. Das Projekt wird gefördert aus den Mittel der Robert Bosch-Stiftung. Bei den anschließenden Veranstaltungen werden die Texte türkischer Autoren neben Österreichern, neben Deutschen wehen. Obertshausen

 

 

KONZEPT:

Die Idee, dieses von T. Leonhardt entwickelte neue künstlerisch/didaktische Konzept für Schüler zu adaptierten, verwirklichte Bärbel Armknecht von KulTA e.V.. Sie initiierte die Zusammenarbeit und die Umsetzung mit Tanja Leonhardt, den Museen, den Schulen und Hochschullehrern.

Leitbild waren die von der Künstlerin T. Leonhardt im WS 2005/06 mit Studentinnen des Mainzer Instituts für Buchwissenschaft in einer Übung erarbeiteten Seidenbücher, mit dem Titel "Philosophische Sonnensegel".

             

Angeregt wurde Tanja Leonhardt zu den Seidenbüchern u.a. durch die New Yorker Installation "the gates" der Künstler Christo und Jeanne–Claude.
Die Idee der Bücher im Wind ist aber auch von vielen anderen Kunstwerken inspiriert worden. Hervorzuheben ist sicherlich der Film "Der Himmel über Berlin" von Wim Wenders. Hier gehen Engel an Menschen vorüber und hören deren Gedanken zu. Für den Zuschauer wird dies durch ein akustisches Ein- und Ausblenden der gesprochenen Gedanken deutlich gemacht.
Ähnlich wie im Film, sollen die wehenden Seidenbahnen ihre Textbotschaft nicht wie ein Werbeplakat leicht und schnell konsumier- und vergessbar in die Welt hinausschreien. Die Texte sollen vielmehr rätselhaft und fragmentarisch bleiben, die Gedanken werden vom Wind symbolisch freigesetzt, um sich in neuen Köpfen nieder zu lassen.
Auch die Auseinandersetzung mit Arbeiten der Künstlerin Jenny Holzer (verstörende Textbotschaften im öffentlichen Raum) oder dem Philosophen Walter Benjamin (siehe u.a.: "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit") bilden das theoretische Fundament dieser Arbeit.

  mehr unter www.atelierleonhardt.de