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Bücher im Wind - Bücher bilden Brücken Wie
alles begann An der Stauffenberg-Schule in Rodgau: Hierbei erarbeitete sich eine Oberstufenklasse sechs Seidenbuch-Objekte, welche die Schüler mit selbstgeschnittenen Druckbuchstaben oder aber mittels Kalligrafie mit Texten versahen, über die sie sich zuvor mit einem Professor für Literatur auseinander gesetzt hatten. Die über zwei Meter großen Buchobjekte wurden im Rahmen eines Literaturfestes, bei dem die Schüler die Texte selbst rezitierten, auf dem Seeligenstädter Marktplatz der Öffentlichkeit präsentiert.
Ausführliche Beschreibung des Projekts finden Sie unter Seligenstadt. Einige der teilnehmenden Schüler haben KultA im Juni/Juli 2008 nach Schärding/Österreich begleiten, wo am Bundesgymnasium dieses Projekt mit österreichischer Literatur zu einer weiteren Durchführung kam. Die in Rodgau entstandenen Bücher wehten bei der Abschlussveranstaltung ebenfalls rund um den berühmten barocken Markt von Schärding und kündeten von hessischer Kultur. Mehr dazu finden Sie unter Schärding.
KONZEPT: Die Idee, dieses von T. Leonhardt entwickelte neue künstlerisch/didaktische Konzept für Schüler zu adaptierten, verwirklichte Bärbel Armknecht von KulTA e.V.. Sie initiierte die Zusammenarbeit und die Umsetzung mit Tanja Leonhardt, den Museen, den Schulen und Hochschullehrern. Leitbild waren die von der Künstlerin T. Leonhardt im WS 2005/06 mit Studentinnen des Mainzer Instituts für Buchwissenschaft in einer Übung erarbeiteten Seidenbücher, mit dem Titel "Philosophische Sonnensegel".
Die Idee der Bücher im Wind ist aber auch von vielen anderen Kunstwerken inspiriert worden. Hervorzuheben ist sicherlich der Film "Der Himmel über Berlin" von Wim Wenders. Hier gehen Engel an Menschen vorüber und hören deren Gedanken zu. Für den Zuschauer wird dies durch ein akustisches Ein- und Ausblenden der gesprochenen Gedanken deutlich gemacht. Ähnlich wie im Film, sollen die wehenden Seidenbahnen ihre Textbotschaft nicht wie ein Werbeplakat leicht und schnell konsumier- und vergessbar in die Welt hinausschreien. Die Texte sollen vielmehr rätselhaft und fragmentarisch bleiben, die Gedanken werden vom Wind symbolisch freigesetzt, um sich in neuen Köpfen nieder zu lassen. Auch die Auseinandersetzung mit Arbeiten der Künstlerin Jenny Holzer (verstörende Textbotschaften im öffentlichen Raum) oder dem Philosophen Walter Benjamin (siehe u.a.: "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit") bilden das theoretische Fundament dieser Arbeit.
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